Wie eine Verabredung für einen Ausflug mit Zeljko und den Teilnehmern des Workcamps vonstattengeht:
Man bekommt am Sonntagabend von Zeljko gesagt, dass die Gruppe am nächsten Tag um PUNKT neun Uhr losfahren will. Wir geben zu bedenken, dass wir um neun Uhr erst noch ins Jugendzentrum müssen, um das Team zu informieren, dass wir mit auf den Ausflug fahren. Zeljko meint daraufhin, dass er uns dann 9.15 Uhr anrufen wird um zu sehen, ob wir mitkommen können oder nicht.
Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Jugendzentrum. Wir treffen kurz vor neun überraschenderweise Zeljko in seinem roten Yugo. Er sei gerade auf dem Weg zu seiner Mutter, da müsse noch ein Sofa hochgetragen werden und Steffi, die Koordinatorin des Workcamps, müsse auch noch duschen. Deshalb würden wir nicht PUNKT neun Uhr losfahren, sondern später, aber SPÄTESTENS 9.45 Uhr. Er rufe uns an, wenn es soweit ist.
Problemlos.
Wir fragen im Jugendzentrum nach Erlaubnis und haben ein schlechtes Gewissen, dass wir den Tag fehlen, weil wir so die wöchentliche Besprechung verpassen, die immer Montags um zehn Uhr stattfindet. Wir warten auf Zeljkos Anruf.
9.30 Uhr.
9.45 Uhr.
1O Uhr.
Um 10.15 Uhr befürchten wir, dass sie ohne uns gefahren ist. Schließlich ist Zeljko sehr zuverlässig und die Workcamp-Teilnehmer kommen aus Deutschland. Wir kramen in unserer Stereotypenkiste und kombinieren:
deutsch = pünktlich.
Wir rufen Zeljko an. Sie seien noch im Uhrenfachgeschäft. Das würde noch so fünf bis zehn Minuten dauern. Problemlos.
Anna und ich gehen noch zum Supermarkt und beeilen uns um nicht allzu spät im Jugendzentrum zurück zu sein. Niemand da und besprechen tut sich auch niemand. Also doch noch ein letzter Plausch mit Michael, dem anderen Freiwilligen, der seinen letzten Tag hier in Jajce hat. Wir gehen ins “Kastel” nebenan und trinken einen bosnischen bzw. türkischen Kaffee.
Kurz nach elf klingelt Annas Handy und die Gruppe ist da. Es geht los. Yuhuu!

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