Beim Anblick der auffallend vielen Friedhöfe in Bosnien, mit Gräbern strikt nach Religionen sortiert, kommt einem sofort der Gedanke des Krieges, die jüngste Geschichte des Landes und der Völkermord in den Sinn.
Bis man erfährt, dass hier keine Toten übereinander gestapelt werden, weil -wie in Deutschland- die Nutzung von Grabstellen auf ein Viertel Jahrhundert begrenzt ist. Stattdessen wachsen Friedhöfe mit den Toten und der Zeit.
Erfreut über diese banale Erklärung fragt man sich dennoch, wie das Land wohl in hundert Jahren aussehen wird?

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