Es bloggen:

Anna, 25, Medienwissenschaften
Franziska, 26, Master of International Development Studies

Die nächsten drei Monate arbeiten wir in Bosnien-Herzegowina im Rahmen des ASA-Programms in einem Projekt mit dem Titel „Demokratieförderung durch Medienarbeit und Medienpädagogik“. Auch wenn die Stipendiaten des ASA-Programms nicht den Titel eines Volunteers tragen, machen wir eigentlich schon so etwas ähnliches wie Freiwilligenarbeit. Mit dem Sinn und Unsinn solcher Auslandseinsätze hat sich auch der Artikel „Egotrips ins Elend“, der im Mai im SZ-Magazin erschienen ist, beschäftigt.

Wäre es nicht sinnvoller, mit dem Geld, das solche Einsätze kosten, Leute vor Ort anzustellen? In Bosnien gibt es vielleicht auch gut ausgebildete Journalisten und Medienpädagogen, die noch dazu die Landesprache perfekt beherrschen. Oder geht’s gar nicht so sehr darum, was wir im Ausland leisten, sondern um “Globales Lernen”, also darum, dass wir zu „gesellschafts- und entwicklungspolitisch interessierten, weltoffenen und kritisch nachfragenden Menschen“* werden? Ist es also weitsichtig und lobenswert an solchen Programmen teilzunehmen oder ist es egoistisch, weil wir mit den hier erworbenen „Softskills“ wieder nur unsere Lebensläufe aufmotzen können?

Vielleicht können wir euch nach diesen drei Monaten Antworten auf diese Fragen geben, vielleicht auch nicht. Bis dahin versucht dieser Blog bosnische Augenblicke festzuhalten.

Viel Spaß beim Lesen und gebt euren Senf dazu!

* siehe www.asa-programm.de

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